Du suchst nach Matcha und Stress? Dann wollen wir ehrlich sein: Matcha ist kein Mittel gegen Stress, Anspannung oder andere Beschwerden. Was Matcha dagegen hat, ist eine jahrhundertealte Tradition, in der das Zubereiten von Tee mit Aufmerksamkeit im Mittelpunkt steht. Um dieses Ritual geht es in diesem Artikel. Du liest, wie es entstand, was dazugehört und wie du daraus zu Hause deine eigene Version machst.
Die japanische Teezeremonie
In Japan wird Matcha schon seit Jahrhunderten getrunken. Zen-Mönche brachten die Gewohnheit, Tee als Pulver aufzuschlagen, im zwölften Jahrhundert aus China mit. In den Jahrhunderten danach wuchs das zu einer verfeinerten Kunstform heran: Chanoyu, auch Sadō oder der Weg des Tees genannt. Teemeister Sen no Rikyū legte im sechzehnten Jahrhundert vier Prinzipien fest, die noch immer im Mittelpunkt stehen:
- Wa, Harmonie
- Kei, Respekt
- Sei, Reinheit
- Jaku, Stille
Während einer Zeremonie geht alle Aufmerksamkeit auf die Handlungen: das Reinigen der Utensilien, das Abmessen des Tees, das Aufschlagen und das Anbieten der Schale an deinen Gast. Nichts geschieht in Eile, und jede Bewegung hat eine Bedeutung.
Was steckt im Matcha?
Matcha enthält Koffein, grob 20 bis 40 mg pro Gramm, und die Aminosäure L-Theanin. Außerdem findest du darin Catechine wie EGCG und Chlorophyll. Durch den Schattenanbau bleibt mehr L-Theanin im Blatt, und das trägt zu dem weichen, runden Geschmack bei, für den guter Matcha bekannt ist. Weil Matcha Koffein enthält, trinkst du ihn besser nicht spät am Tag, wenn du darauf empfindlich reagierst.
Dein eigenes Matcha-Ritual zu Hause
Du musst kein Teemeister sein, um mit Aufmerksamkeit eine Tasse zuzubereiten. So gehst du vor:
- Wärme deine Schale mit etwas heißem Wasser an und gieße es wieder ab.
- Siebe etwa 1 Gramm Matcha in die Schale, damit keine Klümpchen entstehen.
- Gib rund 60 ml Wasser mit 70 bis 80 °C dazu.
- Schlage mit einem Bambusbesen (Chasen) in schnellen Zickzackbewegungen, bis eine feine Schaumschicht entsteht.
- Nimm dir Zeit, um zu schauen, zu riechen und zu schmecken.
Das Schöne an so einem Ritual ist, dass es zu einem festen Moment in deinem Tag wird. Leg dein Telefon kurz weg, stell den Wasserkocher an und richte deine Aufmerksamkeit auf das, was du tust. Darum geht es in der Teezeremonie.
Das richtige Zubehör
Mit einem guten Besen und einer weiten Schale geht das Aufschlagen deutlich leichter. Unser Matcha Starterkit enthält eine Glasschale mit Ausgießer, einen Bambusbesen (Chasen), einen Glashalter für den Besen und einen Bambuslöffel (Chashaku), verpackt in einer Geschenkbox aus Holz. Bitte beachte: der Matcha selbst ist nicht enthalten, den wählst du separat.
Wenn es dir zu viel wird
Fühlst du dich längere Zeit angespannt, überreizt oder aus dem Gleichgewicht? Eine Tasse Tee ist dann keine Lösung. Sprich mit jemandem, dem du vertraust, und wende dich an deine Hausärztin oder deinen Hausarzt. Bei Gesundheitsfragen wendest du dich immer an eine Ärztin oder einen Arzt.
Beginne mit gutem Matcha
Ein Ritual beginnt mit einem Tee, den du gern trinkst. Unser zeremonieller Matcha kommt aus Kagoshima in Japan, wird besonders lange im Schatten angebaut und hat einen weichen, vollen Geschmack. Schau dir auch die ganze Matcha Kollektion an oder lies auf Matcha zubereiten, wie du Schritt für Schritt eine Tasse aufschlägst.
