Was ist zeremonieller Matcha?
Matcha ist grüner Tee in Pulverform. Bei normalem Tee lässt du die Blätter ziehen und wirfst sie danach weg. Bei Matcha trinkst du das ganze Blatt mit. Du schlägst das feine Pulver in etwas warmem Wasser auf, und so bekommst du einen cremigen, tiefgrünen Tee mit vollem Geschmack.
Auf dieser Seite liest du, was zeremonieller Matcha genau ist, worin er sich von anderen Matcha-Sorten unterscheidet und wie du gute Qualität erkennst.
Vom Teeblatt zum Pulver
Matcha kommt von derselben Teepflanze wie anderer grüner Tee: Camellia sinensis. Der Unterschied liegt darin, wie die Pflanze angebaut und wie das Blatt danach verarbeitet wird.
Im Schatten angebaut
Einige Wochen vor der Ernte werden die Teesträucher abgedeckt, damit sie weniger Sonnenlicht bekommen. Die Pflanze bildet dadurch mehr Blattgrün (Chlorophyll) und mehr von der Aminosäure L-Theanin. Das siehst du an der tiefgrünen Farbe und du schmeckst es im sanften, runden Geschmack mit einem Hauch Umami.
Sehr fein gemahlen
Nach der Ernte wird das Blatt kurz gedämpft und getrocknet. Danach werden Stiele und Blattrippen entfernt. Was übrig bleibt, heißt Tencha. Für zeremoniellen Matcha wird Tencha traditionell langsam zwischen Steinmühlen gemahlen, zu einem Pulver, das fast so fein ist wie Talkum. Je feiner das Pulver, desto seidiger dein Tee.
Zeremoniell oder kulinarisch?
Matcha begegnet dir meist in zwei Sorten: ceremonial grade und culinary grade. Das sind keine gesetzlich festgelegten Begriffe, sie geben aber eine gute Richtung.
- Zeremonieller Matcha wird aus den jüngsten, zartesten Blättern gemacht, in der Regel aus der ersten Ernte des Jahres. Der Geschmack ist sanft und rund, mit wenig Bitterkeit. Dieser Matcha ist dafür gedacht, pur getrunken zu werden, nur mit Wasser.
- Kulinarischer Matcha kommt meist aus späteren Ernten und von älterem Blatt. Der Geschmack ist kräftiger und etwas bitterer, damit er zwischen Milch, Zucker und anderen Zutaten gut hervortritt. Du verwendest ihn vor allem in Gebäck, Smoothies und Desserts.
Willst du Matcha pur trinken oder in einem Latte, in dem der Matcha selbst die Hauptrolle spielt? Dann nimm zeremonielle Qualität.
So erkennst du guten Matcha
Du musst kein Teekenner sein, um Qualität zu erkennen. Achte auf diese vier Dinge:
- Farbe: guter Matcha ist leuchtend und tief grün. Eine matte, gelbliche oder bräunliche Farbe deutet auf älteres Blatt hin oder auf Matcha, der zu lange Licht und Luft ausgesetzt war.
- Textur: das Pulver fühlt sich zwischen den Fingern sehr fein und seidig an, ein bisschen wie Lidschatten. Grobes oder körniges Pulver löst sich schlechter auf.
- Duft: öffne den Beutel und riech daran. Guter Matcha riecht frisch, grün und leicht süß, manchmal mit einem Hauch von frischem Gras oder Seegras. Riecht er muffig oder nach Heu, ist der Matcha nicht mehr frisch.
- Geschmack: guter zeremonieller Matcha schmeckt sanft, cremig und voll, mit Umami und einem süßen Nachklang. Etwas Bitterkeit darf sein, scharf oder herb sollte er aber nicht sein.
Unser zeremonieller Matcha aus Kagoshima
Unser zeremonieller Matcha ist single origin und kommt aus Kagoshima im Süden Japans. Dort wachsen die Teesträucher auf vulkanischem Boden, in sauberer Luft.
Die Sträucher werden besonders lange im Schatten angebaut, ohne Pestizide und ohne Kunstdünger. Das Ergebnis ist ein tiefgrüner Matcha mit sanftem, vollem Geschmack.
- 40 Gramm, gut für etwa 40 Tassen bei 1 Gramm pro Tasse
- Vegan, glutenfrei und ohne Zuckerzusatz
- Verpackt in einem recycelten Beutel, der UV-Licht abhält
- Bei uns gekühlt oder gefroren gelagert, bis er zu dir geschickt wird
Zu Hause bewahrst du ihn am besten kühl, trocken und dunkel auf. So bleibt die Farbe schön und der Geschmack frisch.
Selbst probieren?
Der schönste Beweis steckt in deiner Tasse. Schau dir unseren japanischen zeremoniellen Matcha an und entdecke, wie sanft guter Matcha schmecken kann. Noch nie Matcha gemacht? In unserer Anleitung zu Matcha zubereiten liest du Schritt für Schritt, wie du anfängst.
